Angehende Kinderpfleger*innen haben bei einem Besuch der Logopädin Frau Korff, einige interessante Einblicke in das Berufsbild und die Sprachentwicklung von Kleinkindern erhalten.

Am 10. Januar besuchte Frau Korff, Logopädin, die Berufsfachschule für Kinderpflege. Themen waren u. a.: Wie lernt ein Kind eigentlich sprechen? Wann kann ein Kind die ersten Laute sprechen? Wann sollte ein Kind was und wieviel sprechen können? Welche Probleme können beim „Sprechen lernen“ auftreten und wie geht man „richtig“ damit um?

Ann-Kristin Hardt, Lehrerin der Berufsfachschule Kinderpflege, Schulleiter Christian Dölker und die Berufsschüler*innen begrüßten Frau Korff in der Berufsfachschule Kinderpflege. Wir erfuhren viel über Sprachentwicklung. Die ersten Laute sind m und d. Sie werden zwischen dem ersten und dem zweiten Lebensjahr erlernt. Erst ab dem dritten Lebensjahr sprechen die Kinder auch Lautverbindungen (pf, fr und kl). Die Buchstaben s und z sind gewöhnlich zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr die letzterlernten Buchstaben. Auch die Anzahl der erlernten Wörter steigert sich bis zum sechsten Lebensjahr auf 5000 Wörter. Begriffe werden dabei mit zunehmendem Alter immer differenzierter und Nomen sind für die Kinder leichter zu erlernen. Interessant war auch, dass die Kinder Wörter, die mit Gefühlen verknüpft sind, leichter lernen. Hat ein Kind beispielsweise vor einem Hund Angst, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass das Kind das Wort „Hund“ schneller erlernt.

Pädagogische Bezugspersonen in Kitas und anderen Einrichtungen sind viel mit Kindern zusammen. Oft fallen ihnen Sprachauffälligkeiten, beispielsweise Dysgrammatismus, Näseln (durch die Nase sprechen) und Stottern bei Kindern zuerst auf. Dennoch ist es wichtig, wie uns die Logopädin berichtete, das Kind erst einige Zeit zu beobachten, bevor die Eltern angesprochen werden. Außerdem sollen die Betreuer keine Diagnosen fällen, sondern nur ihre Beobachtungen schildern.

Oft sind diese Sprachauffälligkeiten kein Grund zur Beunruhigung, da man fachliche Hilfe, beispielsweise eben durch eine Logopädin, bekommen kann. Ebenso erhielten wir wichtige Hinweise im Umgang mit Kindern, die stottern. Wichtig ist es, das Kind nicht zu verbessern, zu drängen oder besonders zu behandeln. Man nimmt dem Kind Ängste, indem man ihm zuhört und es ausreden lässt. Bezugspersonen sollen verständlich und in einfachen Sätzen sprechen.

Am Ende gab es noch die Möglichkeit Fragen zu stellen, was auch von einigen Schüler*innen genutzt wurde.

Die Schüler*innen der beiden Schulklassen bedankten sich bei Frau Korff für ihren Besuch und die interessanten Informationen.